Firmenpunkt GmbH

Social Media im Unternehmen – Warum es so wichtig ist und wie es richtig geht

Social Media

„Smombie“ – Bitte was?

Vergangenes Jahr wurde der Begriff „Smombie“ zum Jugendwort des Jahres gewählt. Ich, mit meinen 19 Jahren, scheine nicht mehr der Jugend anzugehören, denn ich musste erstmal mein Smartphone aus der Tasche kramen und nachschauen wer oder was ein „Smombie“ ist.

Langenscheidt schreibt dazu: „Smombie“ ist eine Wortkomposition aus Smartphone und Zombie.“ Aha, ok, darauf hätte man auch noch selbst kommen können, doch wer soll jetzt ein solcher „Smombie“ sein? Klar, Menschen die am Smartphone hängen und alles um sich herum vergessen bzw. ausblenden.

Doch was machen diese „Smombies“ eigentlich den ganzen langen Tag am Handy?

Einige werden wohl am Spielen sein (Gaming), andere teilen wohl möglich gerade einen Link zum süßen Katzenvideo über Facebook und Twitter (Sharing), Dritte veröffentlichen wohl genau in dem Moment, in dem sie den Zebrastreifen betreten einen Kommentar unter ihrem Lieblingskochblog (Expressing) und nochmal andere senden ihrem Chef gerade eine Anfrage bei Xing (Networking).

Und damit haben wir auch schon die 4 entscheidenden Funktionen von Social Media für Privatpersonen, also Gaming, Sharing, Expressing und Networking.

Für Unternehmen spielen noch 2 weitere Punkte eine wichtige Rolle, die User wenn möglich tun sollten:

  1. Das Kenntlichmachen und Erwähnung von Aufenthaltsorten, z.B. durch einen Facebook-Post Samstagnacht, in dem erwähnt wird, in welchem Club man gerade feiert.
    Der entsprechende Club wird dadurch ohne Zutun einer breiten Masse bekannt gemacht, wodurch neue Kunden angesprochen werden.
  2. Buying – Kaufentscheidungen, die über Soziale Netzwerke beeinflusst oder herbeigeführt werden. Maybelline spricht z.B. über Facebook eindeutige Kaufempfehlungen aus oder veranstaltet Gewinnspiele zur Einführung und Bekanntmachung neuer Produkte. Auch die Deutsche Bahn postet Sonderangebote ihrer Bahncard bei Facebook und lockt so besonders junge Kunden an.

Warum ist Social Media so wichtig geworden?

Zum einen durch die hohe Reichweite, die über soziale Netzwerke generiert werden kann.

Zum anderen bieten Facebook, Twitter und Co. außerdem nicht nur die Möglichkeit selbst zu reden, sondern auch zu zuhören. Durch kleine Umfragen können mit Hilfe der Nutzer neue Designs oder gar ganz neue Produkte entstehen.

Zudem kann direkt auf Kritik in Kommentaren und Nachrichten reagiert werden, die Nutzer fühlen sich ernst genommen und können sich mit dem Unternehmen identifizieren.

Worauf müssen Unternehmen bei der Auswahl von Social Media Kanälen achten?

Die erste Frage, die sich jedes Unternehmen stellen muss ist „Was sind meine Unternehmensziele?“

Möchte das Unternehmen lediglich die Marke bekannter machen oder vielleicht einen Online-Kundendienst etablieren? Oder doch nur im Suchmaschinen-Ranking aufsteigen? Für jedes Ziel muss ein individueller Media-Mix erstellt werden.

Sind die Unternehmensziele definiert, geht es auch schon mit den Zielgruppen weiter.

„Wen möchte ich ansprechen?“ Nehmen wir als Beispiel mal eine fiktive Firma, die hautverträgliche Cremes und schnelle Helfer für ein verfeinertes Hautbild von Jugendlichen anbietet und ihrer Marke eine höhere Bekanntschaft schenken möchte. Die Zielgruppe liegt dann zwischen 14 und 18 Jahren. Hier könnte sich ein experimentelles Soziales Netzwerk, wie Snapchat, lohnen, da sich die Altersstruktur der User in diesen 4 Jahren bewegt.

Damit haben wir auch schon den dritten Schritt hin zu einem Konzept getan – Die Auswahl der jeweiligen Netzwerke, natürlich reicht da nicht Snapchat alleine. Um eine noch breitere Masse zu erreichen, würde sich auch Facebook lohnen, wobei dort ein hoher Streuverlust existiert, aber 86% aller Internetnutzer zwischen 16 und 24 Jahren nutzen Facebook und besonders bei jungen Zielgruppen, ist es nicht nur wichtig die Jugendlichen selbst anzusprechen, sondern auch die Eltern müssen überzeugt werden. Dies kann z.B. mithilfe eines Blogs funktionieren. Darin positioniert sich der Hersteller als Experte und kann z.B. Langzeitstudien und Hintergrunddetails veröffentlicht.

Sind diese 3 Schritte geschafft, muss ein Themenschwerpunkt gefunden werden. In unserem Beispiel könnte das die besondere Hautverträglichkeit für Jugendliche sein, die oft mit unreiner Haut zu kämpfen haben. In wie weit hilft das Produkt bei der Bekämpfung von Pickeln? Wie pflegt es die Haut? Welche besonderen Inhaltsstoffe sind enthalten?

Zu guter Letzt folgt dann die Themenplanung. Es ist wichtig auf spontane Geschehnisse reagieren zu können und dennoch sollte ein lockerer Plan, der sich z.B. an Feiertagen orientiert, aufgesetzt werden. Ein Blogbeitrag zu Weihnachte könnte sein „Wir lieben fettiges Essen und jede Menge Süßigkeiten, doch unsere Haut auch?“.

Fazit

Besonders in der Anfangsphase ist regelmäßiger und aktueller Content nötig. Da heißt es schreiben, schreiben, schreiben. Und dazwischen das Posten nicht vergessen.
Sie sehen, es gibt keine Patentlösung eines Social-Media-Konzeptes, die auf jedes Unternehmen anwendbar ist, aber hält man sich an die oben genannten 5 Schritte, erhält man ein ausgeklügeltes System, an dem man sich orientieren kann.  Doch in Social Media aktiv zu sein, heißt auch Geduld zu lernen.

Ihre FIRMENPUNKT GmbH.