Firmenpunkt GmbH

Die 7 Todsünden in den Medien

Autor: Hannah Reuter, FIRMENPUNKT GmbH

Es ist kurz vor Weihnachten und damit mal wieder Zeit sich zu besinnen. Jeder kennt die sieben Todsünden und auch, wenn man diese nicht sofort allesamt benennen kann, so ist jedem bewusst, dass sich alles von Hochmut bis Faulheit nicht schickt. Dennoch scheint es, als würde die Gesellschaft ganz nach dem Motto „Niemand ist frei von Sünden - also her mit der Sünde!“ leben.

Doch als Studentin der Medienwirtschaft, liegen mir die Medien natürlich besonders am Herzen, auch im Bezug auf die sieben Todsünden, und das nicht nur, weil „Ethik der Medien“ meine nächste Klausur ist. Denn auch hier finden wir in jedem einzelnen Medium so ziemlich alle Todsünden wieder.

Beginnen wir also mit dem Hochmut. Dieser wird heutzutage oftmals mit Selbstvertrauen gleichgesetzt. Übertriebene Eitelkeit und unbändiger Stolz sehen wir täglich. Ob in der U-Bahn oder beim Schlendern durch die Stadt, im Hörsaal und manchmal auch in der eigenen Familie. Doch auch in den Medien wird Eitelkeit und Stolz oftmals nicht nur gezeigt, sondern sogar zelebriert. Meine Gedanken kreisen bei diesem Thema oftmals um diverse Castingshows, die im Fernsehen übertragen werden, wie z.B. „Germanys next Topmodell“.

Auch im Fernsehen finden wir die nächste Todsünde. Der Geiz. Erinnern Sie sich noch an die unglaublich nervige Werbung „Geiz ist geil“? Immer mehr, immer bessere Qualität, aber immer weniger dafür bezahlen und das ohne an die Konsequenzen zu denken. Irgendwann ist es einmal Zeit einen Punkt zu machen. Geiz ist nicht geil, besonders nicht auf Kosten dritter.

Zu der Wollust in den Medien brauch man natürlich nicht so viel zu sagen. Neben unzähligen Pornoseiten im Internet wird auch in Sozialen Netzwerken die Wollust gelebt. Profilbilder auf denen Menschen eindeutig mehr zeigen, als es der Allgemeinheit und unseren Kindern zuzumuten sein sollte.

BoschDie nächste Todsünde finden wir in der momentanen Situation in Deutschland und der Welt überall. Doch besonders gelebt wird sie eben auch in den sozialen Netzwerken. Hasskommentare. Zorn, oftmals gerechtfertigt mit dem Recht auf Meinungsfreiheit. Beinahe jeder hat ihn in dieser Beziehung bereits einmal zu spüren bekommen. Konsequenzen gibt es im Netz für den Zorn keine, egal wie beleidigend die Kommentare manchmal ausfallen.

Haben Sie einmal an einem Wettessen teilgenommen? Nein? Ich auch nicht. Und dennoch steht das Wettessen als Sinnbild für die Völlerei. Doch auch die gefühlten 100 Kochsendung, die uns Sonntags Nachmittags aus dem TV entgegenstrahlen kann man zur Völlerei zählen.

Die vorletzte Todsünde ist der Neid. Dazu sag ich nicht mehr als Castingshows. Und das jede Castingshow. Oftmals wird der Neid als „gesundes Konkurrenzempfinden“ dargestellt, doch wo liegt die Grenze zwischen gesundem und ungesundem Konkurrenzempfinden?

Als letztes bleibt die Faulheit. Haben Sie mal in Facebook gepostet, dass Sie Student sind? Selbst als Duale Studentin muss man sich dann anhören, dass man doch gefälligst arbeiten gehen soll. Ja, von mir aus gibt es genug Studenten. Der Meinung darf gerne jeder sein. Allerdings arbeiten wir Duale Studenten. Deswegen darf sich das Studium schließlich mit dem Begriff „Dual“ schmücken.

Womit wir auch zu meinem Fazit kommen. Jeder gibt hin und wieder mal einer der Todsünden nach, keine Frage. Dennoch sollten wir uns bewusster werden in welchem Maße dies noch gesund für uns bzw. unsere Umwelt ist.

Und damit wünsche ich Ihnen besinnliche Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Diesem Wunsch schließt sich das ganze FIRMENPUNKT Team natürlich gerne an.

Über die Feiertage (24.12 bis 07.01) sind wir nur eingeschränkt erreichbar. In dringenden Fällen, erhalten Sie von uns zeitnahe Unterstützung unter support@firmenpunkt.de

Ihre FIRMENPUNKT GmbH