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Das Internet der Dinge

Autor: Hannah Reuter, FIRMENPUNKT GmbH

Haben Sie auch schon einmal den Einkaufszettel zuhause liegen lassen, dann im Supermarkt gestanden, überlegt was alles darauf stand um schließlich ein paar Minuten zu spät festzustellen, dass Sie die Milch vergessen haben?

Oder ist Ihr Kollege mal wieder so nett gewesen das letzte Druckerpapier zwar einzulegen, aber kein neues zu bestellen?

Diese Situationen kennt doch eigentlich jeder. Doch nun stellen Sie sich mal vor Ihr Kühlschrank würde Ihnen eine Einkaufsliste direkt auf Ihr Smartphone schicken, oder besser noch, ohne Umwege direkt alles bei dem Internet-Supermarkt Ihres Vertrauens bestellen.

Oder der Drucker im Büro würde selbstständig merken wann das Papier zu Neige geht und neues ordern.

Unmöglich?

Nein. All das soll in Zukunft durch das Internet of Things (zu Deutsch: Internet der Dinge) möglich werden.

Was ist das Internet der Dinge?

Es gibt 3 Kommunikationswege. Zwischen Menschen, zwischen Mensch und Maschine und zwischen Maschinen.  Die ersten beiden sind längst Alltag, wohin gegen die dritte den eigentlichen Kern des Internets der Dinge darstellt. Also geht es um die Vernetzung (alltäglicher) Gegenstände mit dem Internet um eine eigenständige Kommunikation zu ermöglichen. Dies birgt Vorteile in der allgemeinen Informationsversorgung, automatischen Übernahme von Alltagsaufgaben bis hin zu Warn- und Notfallfunktionen.

Einige Beispiele

1 ) Das Smart Home

Wie nützlich das Internet der Dinge sein kann beweist nicht etwa der Kühlschrank, der den Einkaufszettel für Sie schreibt, sondern viel mehr die Lampe, die durch eingebaute Sensoren den Kohlenmonoxid Gehalt der Luft misst und so frühzeitig die Feuerwehr über einen Brand in Kenntnis setzen kann.

2) Das Smart Office

Sie müssen zu einem dringenden Meeting. Ihr Auto weiß bereits den schnellsten Weg und benachrichtigt im Falle einer Verspätung aufgrund eines Staus Ihren Chef oder Ihren Kunden. Außerdem findet es den für Sie günstigsten Parkplatz und kann dort eigenständig parken. Sie würden nie wieder schief in einer Parklücke stehen.

3) Die Smart City

Nicht nur selbstfahrende Autos sind im Stadtbild integriert, sondern auch Straßenlichter, die sich selbstständig ausschalten, sobald niemand in der Nähe ist. Das spart nicht nur Geld, sondern hilft auch der Umwelt.

4) Industry 4.0

Die Industrie 4.0 als Teil des Internet of Things ist mit das Interessanteste. Maschinen wissen durch kleinste Chips was sie wie tun müssen. Sie erkennen zusätzlich den eigenen Verschleiß sowie Fehler und können Ersatzteile bestellen bzw. den dafür zuständigen Mitarbeiter benachrichtigen.

Nachteile

Doch wie alles andere birgt auch das Internet der Dinge einige Gefahren und Nachteile. Wir würden uns vollkommen von Maschinen abhängig machen. Was würde bei Fehlern in der Technik passieren?
Obwohl das gesamte System sicher auch Arbeitsplätze schaffen würde, würden auch viele verloren gehen. Es müsste erstmal viel investiert werden, bis alles auf einem einheitlichen Status ist und das System voll nutzbar wäre.
Außerdem würden wir die Kontrolle über unsere Privatsphäre vollkommen verlieren. Plötzlich weiß mein Auto wo ich bin und die Straßenlaterne wo mein Auto ist. Durch einen einzigen kleinen Fehler im System würden wir uns zu leichten Opfern machen. Hacker könnten nicht nur unsere Konten knacken, sondern auch zur tatsächlichen Gefahr für unser Leib und Leben werden.

Insbesondere der letzte Nachteil steht momentan noch dem entscheidenden Schritt ins Internet der Dinge im Weg. Erst wenn die Privatsphäre weitestgehend geschützt wäre, wäre das gesamte System denkbar. Auch wenn die Frage offen bleibt ob wir diesen Luxus wirklich brauchen oder überhaupt wollen. Und ob wir nicht eventuell unsere persönliche Selbstständigkeit verlieren, wenn wir selbst die simpelsten Aufgaben, wie einkaufen, in die Hände von Maschinen legen.

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