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3D-DRUCK

Autor: Hannah Reuter, FIRMENPUNKT GmbH

Stern.de findet zum Thema 3D-Druck-Technologie einen charmanten Einstieg: den Replikator von Captain Picard aus der Science-Fiction-Serie „Star Trek“.
Die ersten Food Printer kommen dem Replikator zwar schon sehr nahe, aber ganz so einfach ist es noch nicht.

Beginnen wir erst einmal mit der generellen Funktionsweise von 3D-Druckern.
Es gibt 3 Möglichkeiten:

Erstens die Polymerisation, die nur bei Kunststoffen verwendet werden kann. Hier werden durch chemische Prozesse lange Molekülketten gebildet, an die immer ein weiteres Glied angeschlossen wird, bis das gewünschte Objekt entstanden ist.

3D Drucker

Zweitens: Das üblichere Verkleben. Genutzt kann es bei Keramik, Metall, Sand und Kunststoff werden. Dadurch eignet es sich zur einfachen Herstellung von unterschiedlichsten Prototypen.

Und als letzte Möglichkeit: Das Verschmelzen der Stoffe. Anwendbar bei Keramik, Metall, Kunststoff und Wachs.

Doch wie kommt der Drucker an die Druckdaten?

Möchte man nur etwas im Kleinen nach bauen (oder eben drucken) kann man das bereits vorhandene Objekt vermessen und die Messdaten in ein spezielles Programm eingeben.

Möchte man allerdings etwas ganz neues mit Hilfe eines 3D-Druckers entwerfen, eignet sich das sogenannte Computer Aided Design (CAD). Dabei modelliert man ein Objekt manuell am Computer.

Wofür eignen sich 3D-Drucker wirklich?

Neben den offensichtlichen Bereichen wie Modellbau, Kunst und Architektur, können 3D-Drucker auch teils zur Serienfertigung im Bereich der Luft- und Raumfahrt, sowie der Medizin- und Zahntechnik eingesetzt werden.

Zuletzt wurde ein Beispiel zur Nutzung eines 3D-Druckers in der Medizin publik. In Shanghai wurden Siamesische Zwillinge mit Hilfe eines 3D-Druckers getrennt. Die Zwillinge, an der Hüfte zusammen gewachsen wurden nachmodelliert und dadurch konnte die komplizierte Operation erstmal an den gedruckten „Dummys“ getestet werden, bevor es für die Ärzte ernst wurde.

Aber wie zu Beginn bereits angesprochen findet die 3D-Druck-Technologie auch Einzug in die Lebensmittelbranche. Das preisgekrönte Start-up-Unternehmen „print2taste“ kann mit Hilfe seiner modifizierten Ausgabe eines 3D-Druckers Marzipan, Karamell, Leberpastete und Kartoffelpüree in gewünschte Konsistenz drucken. Wie das funktioniert verrät das Unternehmen natürlich noch nicht, aber die ersten Modelle ihrer Drucker sollen bereits Ende des Jahres in der Verkauf kommen.

Fazit:

Die 3D-Druck-Technologie ist in vieler Hinsicht mit Bestimmtheit sinnvoll und nützlich, wie das Beispiel der chinesischen Zwillinge beweist. Doch mir ist der Blick auf die Lebensmittelindustrie besonders wichtig. Zwar wäre es schön wie Captain Picard in „Star Trek“ ohne viel Geschirr und Zeitaufwand etwas Essbares zu produzieren, aber kochen beinhaltet so viel mehr als nur die reine Produktion eines Mittagessens. Kochen ist besonders innerhalb einer Familie eine soziale Tätigkeit, bei der sich jeder in kreativer Art und Weise ausprobieren kann. Beim Kochen lernt man eben nicht nur Zutaten ineinander zu pantschen, sondern auch den eigenen Körper und die eigene Familie kennen. Wollen wir wirklich diesen Aspekt aufgeben?
Quelle stern.de: http://www.stern.de/wissen/technik/nahrung-aus-dem-3d-printer-die-erbse-die-aus-dem-drucker-kommt-2132364.html

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